Mittwoch, 5. September 2012

Verletzung: Wie Laufen am besten simulieren?

Diese Frage habe ich an das Forum der Triathlon-Szene.de am 04.09.12 gerichtet. Folgender Dialog entwickelte sich innerhalb von 24 Stunden:

@ich
Am Sonntag, den 26.8 ereilte mich im Wettkampf ein Bänderriss bei KM 14 zwischen Mittelfuß und Würfelknochen am rechten Fuß. Es sollte der letzte Test für Kona auf einer MD in Ratzeburg sein. Shit happens!
Nach 2 Tagen war der Gips ab, zwei Tage später auch die Aircastschiene Geschichte. Radfahren (Rolle) ab Tag 4 gar kein Problem, Schwimmen mit PB ab Tag 5 auch nicht. Krafttraining geht auch, nur an Laufen traue ich mich noch nicht ran. Meine selbstverordnete Schonfrist läuft noch.
Die Schwellung ist weg und ich kann gut gehen.
Meine Frage:
Wie simuliere ich das Lauftraining in den kommenden 14 Tagen am besten? Crosstrainer, Aquajogging, Stepper oder einfach auf dem Rad (Rolle))?
Mein Ziel ist es, ohne jeden Verlust auch meiner Laufform in Kona an den Start zu gehen, und sind die Alternativeinheiten noch so ätzend.
Ich freue mich auf Anregungen und Vorschläge.
Grüße aus Kiel an alle
Dirk

@Vicky
Aquajogging. Kannste schöne Intervalle machen. Frodo hats auch lange gemacht

@Hafu (Anmerkung: ein richtig guter Triathlet und Arzt)
Kein Lauftraining und kein Verlust an Laufform, das geht nicht zusammen. da meinst wahrscheinlich möglichst wenig Verlust an Laufform. Aber wenn du nach 4 Tagen schon schmerzfrei beim Radfahren warst, spricht doch ohnehin nichts dagegen, in ein paar Tagen wieder mit Laufen zu beginnen (anfangs halt auf stabilem Untergrund, optimales Schuhwerk und erst mal nur Bonsaidistanzen: z.B. 3x2km, 3min Gehpause).
Oder wie lange läuft deine selbst verordnete Schonfrist?

@laufcultur
Aquajogging.
Hier: http://www.triathlon-szene.de/forum/...ht=aquajogging wurde schon mal ausführlicher darüber geschrieben.

@Trimone
Ich kann dir auch nur aquajogging empfehlen. Und das ohne Gurt. Habe ich jetzt auch über mehrere Wochen gemacht wegen ein paar Brüchen. Und meine laufform ist schon wieder ganz gut.
Wenn du es noch nie gemacht hast, versuche es erstmal mit Gurt und danach ziehst du ihn aus. Dann ist es doppelt so effektiv.
Ich drück dir die Daumen....

@Hafu
...
Für effektives Lauftraining braucht man ja gerade den impact und wenn man diesen vermindert, ist das Training auch weniger effektiv.
Bei Verletzungen muss man natürlich Kompromisse eingehen, aber bei deiner Bändergeschichte geht es in der Nachbehandlung v.a. darum, nicht erneut umzuknicken (Taping, klassisch oder Kinesio kann da auch Sinn machen) und nicht unbedingt darum den Lauf-Aufprall zu reduzieren.

@big_kruemel
Was ist einfach mit Krafttraining?
Können z.b. Kniebeugen und co. Das Laufen tlw. Ersetzen?

@ArminAtz
Ich hab mir vor genau 2 Wochen 2 Bänder im Sprunggelenk gerissen, selbst dann wärst nicht als freiwilliger Helfer dabei gewesen ;-)
Gips oder Schiene hatte ich nie, sondern hab gleich mit Bewegungstherapie und Lympfdrainagen begonnen. Scheint so, als ob dein Arzt etwas konservativ ist.
Rad bin ich nach 3 Tagen wieder gefahren und geschwommen auch gleich (am Anfang mit Pullboy).
Gestern bin ich das Erste mal wieder Laufen gewesen für 20 min (30 sek Laufen, 1 min gehen im Wechsel).
Das versuche ich nun kontinuierlich zu steigern.
Was ich sagen will ist, dass ichs an deiner Stelle einfach mal ausprobieren würde. Wennst Schmerzen hast, dann mussts eh lassen.
Aber was ich so rausgelesen hab, hast du es mim Laufen noch gar nicht probiert, oder?

Anmerkung:
Ich bin begeistert. Die Mitglieder der Triathlon-Szene.de helfen mit Rat, wie man sich das besser nicht wünschen kann. Das ist "Social Networking" in Bestform!

Den vollständigen Dialog findet ihr hier: http://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=25027

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