Freitag, 2. September 2011

Freitag, km 740

Gleicher Inhalt, längerer Umfang.

Gesagt, getan: Schwimmen bis Ballermann 6 und retour oder für die eingeweihten bis zum MegaPark, einer Festung gleichen Saufhalle in der Dimension einer Stadthalle. Aber auch ein toller Orientierungspunkt. Zu erwähnen ist noch, dass der heutige Wind die Schwimmsession zusätzlich erschwerte, 45 Minuten waren es in Summe.

Die Radtour führte wieder über Santanyi und weiter nach Felanitx, Campos del Puerto und mit einem Schwenk über Sa Rápita zurück über die Ma-6014. 4:40 Std. dauerte die Einheit heute, und das Belastungsgefühl war deutlich angenehmer als gestern. Akklimatisierung ist wohl die Erklärung. Das Streckenprofil war wieder glatt, kaum Höhenmeter, dafür wieder die große Hitze. Eine Touristeninsel wie Mallorca ist übrigens optimal für die Nachschubversorgung. An jeder Ecke ist eine Tankstelle oder ein Supermarkt. Der Flüssigkeitsbedarf ist enorm und muss ständig ergänzt werden.

Klassische Energieriegel für den schnellen Energieschub gibt es hier übrigens nicht. Ich behelfe mich mit Magdalenas, den kleinen einzeln verpackten Kuchensnacks. Die lösen sich zwar in ihren Tüten auf den Radfahrten weitgehend auf, Krümel schmecken aber bei Heißhunger auch sehr gut. 5 Stück mussten heute dran glauben.

Donnerstag, 1. September 2011

Donnerstag, km 882


Der erste Tag mit den ersten Einheiten sollte angemessen dimensioniert und auf keinen Fall zu intensiv erfolgen; so der Plan. 

Eine kurze Schwimmeinheit von 30 Minuten im Pi-warmen  Mittelmeer war schon mal ein guter Einstieg. Ich wählte mein Hotel so, dass es in unmittelbarer Nähe vom Wassereinstieg ist, und habe gleich in der ersten Reihe an der Promenade Höhe „Ballermann 1“ eingecheckt. Also war es kein Problem, mit Badehose bekleidet die Straße zu überqueren und nach nur 50m ins Wasser zu steigen. Ich schwamm bis Ballermann 4 an der gelben Tonnenreihe entlag. Überhaupt, die Strecke ist perfekt für Ausdauerschwimmer, kann man sich doch sehr gut an den Hotels orientieren.

Der zweite Teil des ersten Trainingstages wurde auf dem Rad absolviert. S`Arenal liegt perfekt an der MA-6014, einer langen, leicht welligen Straße, welche in den flachen südliche Teil Mallorcas führt. Diese Lage ist ein wichtiger Grund, warum ich hier meinen Standort wählte. Ich gehe davon aus, dass die IM Florida Strecke dieser hier sehr ähnlich ist. Lange, wellige und endlose Straßen, die eine gute Physis in Bezug auf lang gestrecktes, aerodynamisches Liegen und monotone Druckverteilung auf die Pedale erfordern.

Mein erstes Ziel war ein U-Turn mit dem Rad in Santanyi. Die Strecke ist wirklich monoton, 60 km geradeaus quasi ohne Kurven auf einer gut ausgebauten, windanfälligen Landstraße. Erfreulicher Weise war sie so wenig befahren wie im Winter, so dass ich mich bisweilen fragte, ob es jemand merken würde, wenn ich rechts in den Graben fallen würde. Die Temperaturen standen an diesem ersten Tag Hawaii und dem dortigen Queen`K Highway in nichts nach. Mein ERGOMO reportete Termperaturen zwischen 34 und 39,5 Grad Celsius, exakt so wie in der Wüste Hawaii auf Big Island.

Leider habe ich durch eine, sagen wir mal „unorthodoxe“ Anfahrt auf die Ma-6014 durch S`Arenal, einige Zeit gleich zu Beginn verschenkt. Heraus kam eine 4:14 Std. lange erste Ausfahrt, die gemessen an den vorherrschenden Temperaturen zu lang war. Meine Guides vergangener Aufenthalte Jens und Silke sind einfach schwer zu ersetzen.

Der Abend  verlief folgerichtig schleppend, ich aß eine Menge und trank noch viel mehr.

Mittwoch, 31. August 2011

Trainingscamp „Kilo“

Als vor drei Wochen das Wetter in Kiel grauenhaft war wie schon in den Tagen, Wochen und Monaten zuvor, beschloss ich spontan, ein Trainingsquartier unter der Sonne Mallorcas aufzuschlagen.

Mein Trainingsplan zur Vorbereitung des IRONMAN Florida stammt zwar wieder von triathlon-szene.de, allerdings ist er von den Autoren überarbeitet worden. Ein Unterschied  ist der reduzierte Radumfang in der drei monatigen BASE-Phase, die ich bereits am 21. August abgeschlossen habe. 
Der einzige Trainingswettkampf 2011, die olympische Distanz des Triathlon Kiel am 14. August, war aufschlussreich. Konnte ich beim Schwimmen und Laufen an das gute Ergebnis vom Vorjahr anschließen, fehlten mir doch einige Minuten beim Radfahren. Die gemessenen sechs Watt als Verlust bei der Durchschnittsleistung weisen darauf hin, dass der geringere Trainingsumfang für mich ein Problem darstellt.
Und nun bin ich hier in S`Arenal auf Mallorca. Die Hitze war deutlich vernehmbar, als ich um 21:30 aus dem Flieger stieg. Der bereit stehende Transferbus war mit meinem Radkoffer überfordert, so dass ein extra 66-Personen-Bus als Exclusivtransporter für mich fungierte. Was für ein Empfang!
Nach Check-in habe ich mich nur kurz eingerichtet, bin in leichtester Sommerkleidung den Ballermann von 1 (Lage meines Hotels) bis 5 hochgelaufen und retour. Es ist schon ein ganz anderes Volk, von der Menge ganz zu schweigen, im Vergleich zu meinen vergangenen Trainingslagern hier im Januar.

Sonntag, 26. Juni 2011

Trainingsphase "Base 1" abgeschlossen

Die ersten vier Wochen gezielten Trainings sind erfolgreich vollbracht.
Von Oktober letzten Jahres bis zum 29. Mai habe ich kein geregeltes, d.h für mich systematisch geplantes Triathlontraining mehr absolviert. Umso gespannter war ich, ob "der Motor wieder anspringt" und sowohl körperlich und psychisch die Trainingsroutine wieder durchgeführt werden kann.

Heute kann ich sagen, dass alles wieder gut ist!
Der erste von fünf  Trainingsblöcken á 4 Wochen ist erfolgreich absolviert und der Spaß ist wieder genauso da wie in der Vergangenheit. Das nachfolgende Chart veranschaulicht den ersten Trainingsblock durch Wochensummen mit farblicher Kennzeichnung der Intensitätsbereiche. Man erkennt schön die Periodisierung des Blocks in drei ansteigende Belastungs- und eine Entlastungswoche zur Regeneration. Dem Trainingsplan (s. Linkliste) kann man darüber hinaus entnehmen, dass eine weitere Periodisierung innerhalb einer Woche stattfindet, mit einem ersten Peak mittwochs und einem zweiten stärkeren Peak sonntags.


Auffällig aber nicht unerwartet ist, dass ich den größeren Trainingszeitaufwand verglichen mit dem - leider abgebrochenen - Marathontraining vor ein paar Monaten viel besser verkraftete. Triathlontraining mit seiner vielseitigen Belastung ist für mich viel gesünder als das einseitige Lauftraining und erlaubt mir weitaus höhere Trainingsumfänge.

Morgen geht es weiter mit "Base 2, Woche 1". Der Plan gibt vor, an welchem Tag früh aufgestanden und wann abends eine weitere Einheit absolviert werden muss. Das Leben "im Plan" kann so einfach sein ;-)

Montag, 30. Mai 2011

Florida, ich komme ....

Nach Wochen "planlosen Dahergelebes" als Konsequenz des "Rotterdam-Absage-Frustes" hat endlich mein Trainingsplan für den IM Florida am 5. November eingesetzt. Heute startete ich mit einer kurzen, technik- und frequenzbetonten Radeinheit auf der Rolle voller Elan und Hoffnung auf eine problemlose Vorbereitung. Der Trainingsplan ist wie immer auf der Linkliste einsehbar (MS Excel).
Mal sehen, was geht ...

Mittwoch, 9. März 2011

Marathon Rotterdam abgesagt!

Die Probleme mit meinen Zipperlein während des Trainingslagers auf Mallorca setzten sich fort.
Eine Zerrung der unteren Muskulatur des rechten Oberschenkels, die ich mir in einem Vorbereitungswettkampf Anfang Februar bei großer Kälte zuzog und, nach leidlicher Erholung, sich anschließende Hüftprobleme haben eine gute Vorbereitung auf mein Ziel vereitelt.
Ich habe mich daraufhin entschlossen, den Marathon abzusagen, weil mir eine Triathlon-Saison dann doch wichtiger ist als meine Gesundheit längerfristig aufs Spiel zu setzen.
An meiner statt sind zwei schnelle Kieler in Rotterdam am Start und werden sicher eine gute Zeit laufen.
Ich drücke euch die Daumen, Sascha und Micha!

Sonntag, 9. Januar 2011

Trainingslager Mallorca, Jan 2011

Jetzt erst, am Tag der Abreise in die "Kältekammer Norddeutschland", schaffe ich es, einen Blogeintrag zu verfassen. Es ist gleich 12:00 Uhr,  meine Sachen sind gepackt und ich warte auf den Shuttle zum Flughafen.

Hinter mir liegt eine Woche mit traumhaften Trainingsbedingungen. Draußen sind es wieder 18 bis 20 Grad Celsius und die Sonne scheint. Heute morgen um 8:00 Uhr habe ich wie jeden Morgen seit dem 2. Januar eine Laufeinheit am Balenario, der Strandpromenade von El Arenal absolviert, natürlich wieder in kurzer Tight.

An den anderen Tagen sind wir, das sind Silke, Jens und ich, nach gemeinsamem Frühstück gegen 11:00 Uhr mit den Rennrädern losgefahren. Meistens waren wir im welligen Gelände zwischen 4 und 5 Stunden unterwegs. Am 6. Januar haben wir uns auch in die Berge gewagt, über den Col de Soller nach Deja, Valdemossea und zurück. Angesichts der gerade beginnenden Trainingssaison war das schon grenzwertig anstrengend; wir sind danach halb tot in die Betten gefallen und konnten uns nur noch mühsam zum Abendessen wieder aufraffen. Die meisten flacheren Etappen führten uns nördlich oder südlich um Randa herum mit einem Zwischenstop in Petra, einem beliebten Zwischenhalt für Rennradler auf der ganzen Insel. Ein Cappucino schmeckt nach 2-2,5 stündiger Anfahrt schon mal sehr lecker. Danach fällt der Rückweg auch etwas einfacher.

Meine Laufformentwicklung kann ich noch nicht abschätzen. Meinen Plan, morgens eine Stunde zu laufen, danach 4-5 Stunden radzufahren um abends dann noch einmal zu laufen, musste ich bereits am zweiten Tag des Trainingslagers aufgeben. Zwei Laufeinheiten am Tag mit eingebetteter Radtour sind für mich derzeit einfach zu viel. Selbst an dem Tag, an dem ich die Radtour sausen ließ, ging es am Abend nur mühsam laufend voran.

Überhaupt, meine Beine fühlten sich zu keiner Zeit gut an. Die Knochenhaut an Schienbein, die Achillissehnen, Kniegelenke und die Muskeln waren abwechselnd schmerzhaft oder so fest, dass sich kein runder Laufstil entwickelte. Jede Laufeinheit wurde so zur Tortur. Ich hoffe, dass sich das Laufgefühl sehr bald ändert, damit ich meine Trainingsziele auf dem Weg zum Marathon in Rotterdam am 10. April erreiche.

Dieses Traininslager war so gesehen leider kein Schritt nach vorne für ein besseres Lauf-Trainingsgefühl. Hoffentlich zeigen die kommenden Tage Anpassungen in der gewünschten Richtung, so dass das Trainingslager nachträglich seinen Sinn erfüllt.